Zum Hauptinhalt springen

Warmwasserbereiter – Lösungen für Ihre Immobilie

Paar steht im Bad vor dem Spiegel und zieht Grimassen

Ob für die Dusche am Morgen, den Kaffee oder ein Vollbad – warmes Wasser gehört in jedem Haushalt zur Grundausstattung. Welche Technik dafür die passende ist, hängt von Gebäude, Bedarf und vorhandener Heizungsanlage ab. Wir geben Ihnen einen Überblick über die gängigen Systeme.

Unverbindliches Angebot anfragen!

Warmwasserbereiter – was ist das?

Der Begriff Warmwasserbereiter bezeichnet keine bestimmte Produktgruppe, sondern fasst verschiedene Techniken zur Wassererwärmung zusammen. Zu unterscheiden sind zwei Prinzipien: Beim Durchlaufprinzip wird das Wasser erst bei der Entnahme erwärmt – so arbeiten Durchlauferhitzer, Kombithermen und Frischwasserstationen. Beim Speicherprinzip wird ein Vorrat vorgehalten und auf Temperatur gehalten; dazu zählen Warmwasserspeicher, Warmwasserboiler und Kochendwassergeräte.

Der Unterschied wirkt sich praktisch aus: Das Durchlaufprinzip kommt ohne Bereitschaftsverluste aus, erfordert aber eine hohe Momentanleistung, weil die Wärme nicht aus einem Vorrat entnommen werden kann. Das Speicherprinzip erlaubt hohe kurzfristige Zapfmengen auch bei kleinerem Wärmeerzeuger, hält dafür aber dauerhaft ein erwärmtes Volumen vor.

Direktelektrische Geräte wie Durchlauferhitzer und Elektro-Speicher sind in der Anschaffung meist günstiger, setzen Strom aber unmittelbar in Wärme um; die Betriebskosten hängen entsprechend vom Strompreis ab. Davon zu unterscheiden sind Warmwasser-Wärmepumpen: Sie arbeiten ebenfalls elektrisch, nutzen jedoch zusätzlich Umgebungswärme und benötigen für dieselbe Warmwassermenge nur einen Bruchteil des Stroms. Welches System für Ihren Haushalt passt, hängt von Bedarf, Gebäude und vorhandener Heizungsanlage ab.

Sie möchten einen neuen Warmwasserbereiter für Ihre Immobilie? Informieren Sie sich über das Produktangebot von Bosch oder fragen Sie unverbindlich und kostenlos ein Angebot für Ihre neue Warmwasserlösung an.

Zum Produktportfolio Jetzt unverbindlich anfragen!

Zentrale Warmwasserspeicher für Ein- und Mehrfamilienhäuser

Eine gängige Lösung für die Warmwasserbereitung sind Speicher, die zentral in die Heizungsanlage eingebunden sind. Der Wärmeerzeuger erwärmt das Wasser, der Speicher hält es auf Temperatur und stellt es für mehrere Entnahmestellen gleichzeitig bereit.

Dabei entstehen Bereitschaftsverluste über die Behälteroberfläche. Wie hoch sie ausfallen, weist das Energielabel jedes Geräts als Warmhalteverlust in Watt aus – dieser Wert ist die entscheidende Vergleichsgröße zwischen zwei Speichern gleicher Größe. Spürbar wird er vor allem im Sommer, wenn der Speicher warm gehalten wird, ohne dass die Heizung ohnehin läuft. Aus demselben Grund sollte ein Speicher nicht großzügiger dimensioniert werden als nötig: Mehr Volumen bedeutet mehr Oberfläche und damit höhere Verluste.

Solar-Warmwasserspeicher binden zusätzlich Sonnenenergie ein. Bei bivalenten Speichern erwärmt ein Solarkreis über einen Wärmeübertrager den unteren Speicherbereich, während der Wärmeerzeuger nur den oberen Bereitschaftsteil nachheizt – so wird ausschließlich nachgeheizt, was die Sonne nicht liefert. Monovalente Speicher werden ausschließlich solar erwärmt und benötigen daher eine gesonderte Lösung für ertragsarme Zeiträume. Wie groß der solare Anteil an der jährlichen Warmwasserbereitung ausfällt, hängt von Kollektorfläche, Speichervolumen, Ausrichtung und Verbrauchsprofil ab; die Auslegung übernimmt Ihr Fachpartner.

Edelstahl-Warmwasserspeicher unterscheiden sich von emaillierten Stahlspeichern in der Korrosionsbeständigkeit: Emaillierte Speicher benötigen eine Magnesium-Schutzanode, die im Rahmen der Wartung geprüft und in Abständen ersetzt werden muss – Edelstahlspeicher kommen ohne aus. Bei Wässern mit hohem Chloridgehalt sollte die Werkstoffwahl mit dem Fachbetrieb abgestimmt werden.

Offener Warmwasserspeicher und geschlossenes System

Bei Warmwasserbereitern wird zwischen offenen und geschlossenen Ausführungen unterschieden – der Unterschied liegt darin, ob das Gerät unter Leitungsdruck steht.

Offene Geräte, auch drucklose Speicher genannt, stehen nicht unter Leitungsdruck: Die vorgeschaltete Niederdruckarmatur regelt den Zulauf, und der Auslauf bleibt zur Umgebung hin offen, sodass sich das Wasser beim Erwärmen frei ausdehnen kann. Sie versorgen genau eine Entnahmestelle. Typische Vertreter sind kleine Elektro-Wasserboiler und Untertischgeräte, etwa unter dem Waschbecken im Gäste-WC. Erforderlich ist dafür zwingend eine Niederdruckarmatur mit drei Anschlüssen; eine gewöhnliche Mischbatterie ist nicht zulässig und würde das Gerät beschädigen.

Geschlossene Speicher sind in das Leitungsnetz eingebunden und stehen unter Leitungsdruck. Sie versorgen mehrere Entnahmestellen über ein verzweigtes Rohrnetz. Bei längeren Leitungswegen wird zusätzlich eine Zirkulationsleitung vorgesehen, damit an entfernten Zapfstellen nicht erst kaltes Wasser abläuft. An geschlossenen Speichern ist eine Sicherheitsgruppe mit Sicherheitsventil erforderlich, die den Druck begrenzt; ein zusätzliches Trinkwasser-Ausdehnungsgefäß nimmt die Volumenzunahme beim Aufheizen auf und verhindert, dass Wasser über das Sicherheitsventil abtropft.