Hybridheizung: Funktion, Kosten und Anforderungen der Kombi-Heizlösung
Eine Hybridheizung verbindet die bewährte Zuverlässigkeit konventioneller Energieträger mit der Technologie erneuerbarer Energien. Wir erklären Ihnen, wie das intelligente Zusammenspiel der Komponenten funktioniert, welche Gerätekombinationen für Ihr Gebäude sinnvoll sind und mit welchen Investitionskosten Sie rechnen sollten. Zudem stellen wir Ihnen die hybridfähigen Heizsysteme von Bosch vor: Diese lassen sich über eine smarte Regelung steuern, eignen sich für viele gängige Einbausituationen bei einer Sanierung und können Sie dabei unterstützen, die gesetzlichen Vorgaben zur Nutzung erneuerbarer Energien zu erfüllen.
Unverbindliches Angebot anfragen!Was ist eine Hybridheizung?
Eine Hybridheizung kombiniert zwei oder mehr verschiedene Energieträger in einem einzigen System und nutzt auf diese Weise die Vorteile der einzelnen Technologien. Typischerweise verbindet der Aufbau einer solchen Anlage die Nutzung von Umweltwärme als primäre Energiequelle über eine Wärmepumpe mit der bewährten Zuverlässigkeit eines Gas- oder Öl-Brennwertgeräts.
Bei einer bivalenten Heizung arbeiten exakt zwei Wärmequellen Hand in Hand. Werden drei oder mehr Komponenten – wie zusätzlich eine Solarthermieanlage – in das System eingebunden, spricht man von einer multivalenten Anlage.
Das Ziel eines hybriden Heizsystems ist es, das Zusammenspiel der Wärmeerzeuger energetisch zu optimieren. Eine intelligente Steuerung sorgt dafür, dass die Wärmepumpe die Grundlast der Heizwärme abdeckt, während das Brennwertgerät nur bei extremen Minusgraden oder hohem Warmwasserbedarf unterstützt. Dadurch lässt sich der Verbrauch fossiler Brennstoffe im Jahresverlauf spürbar verringern.
Die Vorteile von Hybridsystemen
Im Vergleich zu einer Heizungsanlage, die ausschließlich auf fossilen Brennstoffen basiert, kann eine moderne Hybridheizung technologische und wirtschaftliche Vorteile bieten.
- Bedarfsgerechte Wärmenutzung: Das System wählt automatisch den jeweils geeigneten Wärmeerzeuger, sodass die Komponenten vorrangig in ihrem optimalen Betriebsbereich arbeiten können.
- Potenziell geringere Betriebskosten: Durch die vorrangige Nutzung von Umweltwärme mithilfe der Wärmepumpe kann der Bedarf an Gas oder Öl reduziert werden.
- Hohe Versorgungssicherheit: Durch das Zusammenspiel von zwei Wärmeerzeugern ist auch bei sehr niedrigen Außentemperaturen eine zuverlässige Wärmeversorgung gewährleistet.
- Flexible Betriebsweise: Über die Systemsteuerung können Sie festlegen, ob die Anlage kostenoptimiert oder emissionsoptimiert betrieben werden soll, basierend auf den von Ihnen hinterlegten Energiepreisen.
- Potenzial zur CO₂-Reduzierung: Durch die Einbindung erneuerbarer Energien im Heizbetrieb kann der direkte Ausstoß von Treibhausgasen Ihres Hauses im Vergleich zu einer rein fossilen Heizung im Jahresverlauf verringert werden.
- Flexible Modernisierung: Die Möglichkeit, bestehende Brennwertkessel mit einer Wärmepumpe zu kombinieren, kann den Umstieg in Bestandsgebäuden erleichtern.
- Größere Unabhängigkeit: Sie können Ihre Abhängigkeit von den Preisschwankungen fossiler Brennstoffe und der Entwicklung von CO₂-Abgaben verringern.
- Staatliche Förderung: Für den Einbau der Komponenten, die erneuerbare Energien nutzen, können Sie staatliche Zuschüsse beantragen.
Wie funktioniert eine Hybridheizung?
Eine Hybridheizung kombiniert mindestens zwei unterschiedliche Energiequellen. Das System nutzt die Umweltwärme aus erneuerbaren Energien (wie einer Wärmepumpe oder Solarthermie) und schaltet bei Bedarf vollautomatisch auf einen bewährten, konventionellen Energieträger (wie Gas oder Öl) um. Möglich macht dies eine intelligente, hybridfähige Systemregelung: Sie überwacht die Außentemperatur sowie den aktuellen Wärmebedarf und steuert den Betrieb so, dass die Wärmeerzeuger vorrangig im jeweils energetisch günstigen Betriebsbereich arbeiten.
Die wichtigsten Komponenten eines Hybridsystems
- Wärmeerzeuger auf Basis erneuerbarer Energien (z. B. eine Luft-Wasser-Wärmepumpe zur Nutzung von Umweltwärme)
- Klassischer Wärmeerzeuger (ein modernes Gas- oder Öl-Brennwertgerät für Spitzenlasten)
- Intelligente Systemregelung (steuert das automatische Zusammenspiel beider Geräte)
- Warmwasser- oder Pufferspeicher (speichert die Wärme bedarfsgerecht; bei kompakten Bosch-Gas-Hybridlösungen ist dank durchdachter Systemhydraulik oft kein zusätzlicher Pufferspeicher nötig)
Optionale Erweiterungsmöglichkeiten
- Photovoltaikanlage (zur Eigenstromerzeugung für die Wärmepumpe)
- Solarthermie (zur Unterstützung der Warmwasserbereitung)
Wie sieht eine Hybridheizung aus?
Die folgende Grafik zeigt das Schema einer hybriden Heizungsanlage:
Anwendungsbeispiel von Bosch
Bei einer Hybrid-Wärmepumpe übernimmt die Wärmepumpe die Grundlast der Wärmeversorgung. Bedarfsspitzen werden durch den konventionellen Wärmeerzeuger abgedeckt.
- Milde Außentemperaturen: Solange die Außentemperatur ausreichend hoch ist, reicht die von der Wärmepumpe bereitgestellte Vorlauftemperatur vollständig aus, um das Haus allein zu heizen.
- Kühle Außentemperaturen: Reicht die alleinige Leistung der Wärmepumpe bei sinkenden Temperaturen nicht mehr ganz aus, schaltet sich das Gas-Brennwertgerät automatisch hinzu und liefert die zusätzlich benötigte Heizenergie (Parallelbetrieb).
- Extrem kalte Außentemperaturen: Sinkt die Temperatur unter einen vordefinierten Umschaltpunkt, heizt das Brennwertgerät das Wasser allein auf die gewünschte Temperatur auf, um einen energetisch optimalen Betrieb zu gewährleisten.
In diesem Video erklären wir Ihnen anschaulich die Funktionsweise einer Gasheizung mit Wärmepumpe als hybride Lösung im Einfamilienhaus:
Wozu dient ein Pufferspeicher bei einer Hybridheizung?
Ein Hybridsystem kann flexibel mit oder ohne Pufferspeicher betrieben werden. Ein Pufferspeicher hat die Aufgabe, die gewonnene Wärmeenergie zwischenzuspeichern, um sie bei Bedarf zeitversetzt für die Raumheizung und Warmwasserbereitung bereitzustellen. Der Einsatz eines Speichers empfiehlt sich besonders dann, wenn zusätzlich weitere Energiequellen – wie eine Solarthermieanlage, Photovoltaik oder ein wasserführender Kaminofen – in das Hybridheizsystem eingebunden werden.
Bei bivalenten Gas-Hybridanlagen mit einer Bosch-Wärmepumpe ist dank der intelligenten Systemregelung OptiEnergy kein zusätzlicher Pufferspeicher zwingend erforderlich. Die Anlage steuert den Betrieb so feinfühlig, dass sich das System auch ohne Zwischenspeicher besonders platzsparend installieren lässt, Installationskosten spart und thermische Übertragungsverluste auf ein Minimum reduziert werden.
Welche Hybridheizungen gibt es?
Es gibt verschiedene Arten von Hybridheizungen, die unterschiedliche Kombinationen von Energiequellen nutzen. Nachfolgend stellen wir gängige Typen von Hybridheizungen vor, die sich in der Praxis bewährt haben und von Bosch angeboten werden.
Gas-Hybridheizung mit Wärmepumpe
Die Kombiheizung aus einer Gasbrennwertheizung mit einer Luft-Wasser-Wärmepumpe, genannt Gas-Hybridheizung, ist die am häufigsten eingesetzte Lösung unter den Hybridanlagen. Besonders platzsparend lässt sich eine solche Hybrid-Wärmepumpe mit einer wandhängenden Gasbrennwerttherme im Haus realisieren.
Öl-Hybridheizung mit Wärmepumpe
Eine Mischtechnologie aus einer bestehenden Ölheizung und einer Wärmepumpe zur Nutzung von Umweltwärme kommt vor allem bei einer Heizungsmodernisierung infrage, wenn der bereits eingebaute Kessel moderne Brennwerttechnik nutzt und beispielsweise eine Erdgas-Infrastruktur vor Ort fehlt.
Hybridheizung mit Solarthermie
Die Einbindung von Solarenergie in das Heizsystem, wie bei einer Gasheizung mit Solar, entlastet den konventionellen Wärmeerzeuger spürbar und kann den Gasverbrauch bei der Warmwasserbereitung reduzieren. Die Verbindung aus Gas mit Solar ist zwar eine bivalente Anlage, jedoch müssen Sie beachten, dass nach dem seit Juli 2026 geltenden Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) ab dem Jahr 2029 die Vorgaben der sogenannten Bio-Treppe greifen. Wer nach dem 29. Juli 2026 eine neue Gasheizung einbaut, muss ab 2029 stufenweise steigende Anteile an biogenen Brennstoffen (wie Biomethan) nachweisen. Eine ausreichend dimensionierte Solarthermie-Anlage hilft Ihnen jedoch dabei, diese gesetzlichen Anforderungen in den ersten Jahren komfortabel zu erfüllen.
Hybridheizung mit Photovoltaik
Solarzellen wandeln die Energie der Sonnenstrahlung in Strom um, der von verschiedenen Verbrauchern im Haus genutzt werden kann. Die Kombination einer Wärmepumpe mit PV-Anlage unterstützt eine besonders verbrauchsoptimierte Betriebsweise der Heizung.
Wird das System ausschließlich mit erneuerbaren Energieträgern betrieben, spricht man von einer EE-Hybridheizung. Im Betrieb sind mit ihr – je nach gewähltem Stromtarif – im Vergleich zu fossilen Systemen sehr geringe bis keine direkten CO₂-Emissionen verbunden.
Sind Hybridheizungen noch erlaubt?
Neue Hybridheizungen sind erlaubt und stellen eine bewährte Option für den Heizungstausch dar. Nach dem am 29. Juli 2026 in Kraft getretenen Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) ist die frühere Pflicht, neu eingebaute Heizungen zu 65 Prozent mit erneuerbaren Energien zu betreiben, entfallen. Auch bestehende Heizungsanlagen können im Rahmen der gesetzlichen Regelungen weiter betrieben und repariert werden.
Wer sich jedoch für den Neueinbau einer reinen Gas- oder Ölheizung entscheidet, muss ab 2029 die gesetzliche Bio-Treppe beachten. Diese schreibt ab 2029 stufenweise steigende Anteile von Wärme vor, die aus erneuerbarer gasförmiger oder flüssiger Biomasse (wie Biomethan) erzeugt werden müssen.
Der Vorteil einer Hybridheizung: Das Gesetz sieht für die Kombination einer Gas- oder Ölheizung mit einer Wärmepumpe eine entscheidende Regelung vor. Nach aktueller Gesetzeslage (§ 43 Abs. 5 GModG) entfällt bei dieser Systemkonstellation und unter Einhaltung der gesetzlichen Mindestvoraussetzungen die Pflicht der Bio-Treppe bis zum Jahr 2039. In der Praxis bedeutet das: Sie müssen dem Gas- oder Ölanteil in diesem Zeitraum keine biologischen Brennstoffe beimischen.
Hybrid-Ready: Vorbereitet für die Kombination mit erneuerbaren Energien
Alle modernen Öl-Brennwertkessel und Gasbrennwertheizungen von Bosch sind Hybrid-Ready. Das bedeutet, sie sind dank ihrer integrierten Steuerungselektronik bereits ab Werk darauf vorbereitet, ganz einfach nachträglich mit einer Bosch Wärmepumpe zu einem intelligenten Hybridsystem erweitert zu werden. Bauen Sie jetzt ein hybridfähiges Brennwertgerät von Bosch ein und erhalten Sie sich die Flexibilität für künftige Modernisierungsschritte.
Stand: September 2026. Da sich die Rahmenbedingungen weiterentwickeln, prüfen Sie den aktuellen Stand über den Bosch Förderservice oder bei der KfW.
Flexibel und anpassungsfähig: Hybridsysteme von Bosch
Die hybriden Heizsysteme von Bosch bieten Ihnen eine vom jeweiligen Energieträger unabhängige Lösung, bei der eine elektrische Wärmepumpe zur Nutzung von Umweltwärme mit einem konventionellen Wärmeerzeuger kombiniert wird.
Bosch hält für nahezu jeden Heizungstausch die passende Konfiguration bereit: Unsere Gas-Brennwert-Hybridpakete zur Anbindung einer Luft-Wasser-Wärmepumpe sind sowohl mit bodenstehenden Kesseln als auch mit wandhängenden Kompaktgeräten flexibel einsetzbar. Sie haben die freie Wahl, die Anlage platzsparend direkt ohne Pufferspeicher oder komfortabel mit einem Wärmespeicher zu betreiben. Sogar bestehende, moderne Öl-Brennwertkessel lassen sich mit einer passenden Bosch-Wärmepumpe verbinden.
Bosch All-in-One-Heizung Compress Hybrid 5800i G
- Modulares und erweiterbares System: Kann flexibel als reine Gasheizung gestartet und je nach Bedarf später unkompliziert zur Hybridheizung*, zur vollwertigen elektrischen Wärmepumpe** oder für den Betrieb mit Wasserstoff*** umgerüstet werden.
- Hohe Flexibilität: Bietet Ihnen maximale Anpassungsfähigkeit bei der langfristigen Wahl Ihres bevorzugten Energieträgers.
- Einfacher 1:1-Gerätetausch: Schnelle und unkomplizierte Heizungsmodernisierung direkt an den bestehenden Anschlüssen vorhandener, wandhängender Gasgeräte.
- Gesetzeskonform: Erfüllt in den Betriebsarten als Hybridheizung und elektrische Wärmepumpe vollumfänglich die rechtlichen Anforderungen des Gebäudeenergiegesetzes (GEG).
* Umbau und kostenpflichtiger Bezug weiterer Systemkomponenten sowie Umrüstsets erforderlich.
** Das Elektromodul für den vollwertigen Wärmepumpenbetrieb ist voraussichtlich ab Ende 2026 verfügbar; Umbau und kostenpflichtiger Bezug weiterer Systemkomponenten sowie Umrüstsets erforderlich.
*** Voraussichtlich ab 2029 für den Betrieb mit 100 % Wasserstoff verfügbar; Umbau und kostenpflichtiger Bezug weiterer Systemkomponenten sowie Umrüstsets erforderlich.
**** Aktuell GEG-konform für die Varianten als Hybridheizung und elektrische Wärmepumpe.
Bosch Hybridmanager: Smarte Steuerung der Heizung
Mit dem Bosch Hybrid-Manager ist die Einbindung einer elektrischen Wärmepumpe ganz simpel – und auch nachträglich problemlos möglich. In der kompakten Hybrid-Box, die in drei verschiedenen Konfigurationen angeboten wird, sind alle erforderlichen hydraulischen Systemkomponenten sowie der Hybridmanager bereits integriert. Der selbsterklärende, strukturierte Aufbau ermöglicht eine schnelle Installation, da das Umschaltventil nicht im Gehäuse verbaut ist, sondern außen an der Wand montiert wird. Dadurch ist die Elektronik bei der Montage optimal zugänglich und spätere Wartungsarbeiten lassen sich leichter durchführen.
Das Bosch OptiEnergy-System übernimmt die intelligente Regelung der Hybridheizung und steuert das automatische Zusammenspiel aller beteiligten Komponenten. Die hybridfähige Regelung gleicht kontinuierlich die Betriebsbedingungen beider Wärmeerzeuger ab und wählt je nach Ihrer persönlichen Einstellung aus, ob die Wärme bevorzugt über die elektrische Wärmepumpe oder den konventionellen Brennwertkessel bereitgestellt wird. Dadurch wird angestrebt, dass Ihre Hybridheizung überwiegend in einer energetisch und wirtschaftlich optimierten Betriebsart arbeitet.
Praktisch ist, dass Sie die gesamte Hybridanlage komfortabel bedienen können. Über ein intuitives Touch-Display lassen sich im Handumdrehen individuelle Temperatureinstellungen und Abwesenheitszeiten festlegen. Mit der Bosch HomeCom Easy App ist zudem eine bequeme Fernsteuerung der Hybridheizung von unterwegs aus möglich.
Betriebsweisen der hybriden Heizsysteme von Bosch
Das intelligente Regelungssystem OptiEnergy ermöglicht zwei komfortable Betriebsarten:
- Kostenoptimiert
Abhängig von den individuell eingegebenen Energiepreisen wird immer die wirtschaftlich günstigste Heizungsart ausgewählt. Dabei vergleicht die Software die aktuelle Leistungszahl der Wärmepumpe (den COP) kontinuierlich mit dem aktuellen Verhältnis von Strom- zu Gaspreis. Liegt der energetische Wert über diesem Preisverhältnis, arbeiten die beiden Wärmeerzeuger bivalent-parallel zueinander.
- Wärmepumpenoptimiert
Anhand der aktuellen Außentemperatur und des voreingestellten Bivalenzpunktes entscheidet die Steuerung automatisch, ob die elektrische Wärmepumpe die Heizarbeit allein verrichtet oder ob der konventionelle Brennwertkessel zugeschaltet wird. Diese Betriebsweise ist darauf ausgelegt, den Anteil der genutzten Umweltwärme zu maximieren und den Einsatz fossiler Brennstoffe zu minimieren.
Bei einer Hybridheizung berücksichtigt das System den sogenannten Bivalenzpunkt – das ist der berechnete, optimale Außentemperaturpunkt, an dem die Heizlast Ihres Hauses exakt auf die Leistung der Wärmepumpe abgestimmt ist, um den verbrauchsärmsten Betrieb zu sichern.
- Oberhalb dieses Temperaturpunktes (meist im leichten Plusbereich bis ca. -2 °C) arbeitet die elektrische Wärmepumpe in ihrem wirtschaftlichsten Leistungsbereich und deckt den Wärmebedarf des Hauses komplett allein ab.
- Sinkt die Außentemperatur unter diesen Punkt, reicht die alleinige Leistung der Wärmepumpe nicht mehr aus. Die intelligente Bosch-Regelung schaltet dann den konventionellen Wärmeerzeuger automatisch und nahtlos hinzu, um die fehlende Heizleistung bereitzustellen.
"Der Vorteil einer Hybrid-Wärmepumpen-Konfiguration ist, dass je nach Regelungsstrategie vor allem der Wärmeerzeuger auf Basis erneuerbarer Energien die Wärme bereitstellt und das Gas-Brennwertgerät nur in Spitzenzeiten dazugeschaltet wird."
Matthias Mayer, Sales Portfolio Management Bosch Home Comfort
Referenzbeispiel: Hybride Heiztechnik smart gesteuert
In diesem 1989 erbauten Einfamilienhaus ermöglicht die Bosch Hybrid-Hydraulikbox eine effiziente Wärmelösung im Gebäudebestand mit der Luft-Wasser-Wärmepumpe Compress 7400i AW in Kombination mit dem Gas-Brennwertgerät Condens 5300i WMA von Bosch.
Zum ReferenzobjektWann lohnt sich eine Hybridheizung?
Die Hybridheizung ist eine flexible und bedarfsgerechte Heizlösung für Ein- und Mehrfamilienhäuser, die sich hervorragend für die energetische Sanierung von Bestandsgebäuden eignet. Solche Systeme kommen vorrangig zum Einsatz, Komponenten, die Energie aus erneuerbaren Quellen nutzen, nachträglich in eine bereits vorhandene Heizungsanlage zu integrieren.
Der einfachste Weg zur Hybridanlage: Wenn Ihre bestehende Öl- oder Gasheizung bereits moderne Brennwerttechnik nutzt und noch voll funktionstüchtig ist, kann es sich finanziell anbieten, diese weiterzubetreiben und eine Wärmepumpe nachrüsten zu lassen.
Für Altbauten ist eine Hybridheizung sehr gut geeignet, weil sich das gesamte Heizsystem Schritt für Schritt erweitern lässt. Eine sorgfältige Planung ist hierbei die wichtigste Grundlage, damit das Gesamtsystem im Alltag optimal zusammenspielt. Hausbesitzer sollten daher vorab eine Beratung durch einen qualifizierten Heizungsfachbetrieb oder einen Energieberater in Anspruch nehmen.
Sinnvoll sind Hybridsysteme besonders in Gebäuden mit einer hohen Heizlast, bei denen eine alleinige (monovalente) Wärmepumpe an sehr kalten Wintertagen an ihre Leistungsgrenzen stoßen würde. Müsste eine alleinige Wärmepumpe die hohen Vorlauftemperaturen unsanierter Gebäude bei extremen Minusgraden allein erbringen, würde dies den Strombedarf vorübergehend stark erhöhen. Ob eine Wärmepumpe im Altbau als alleiniger Wärmeerzeuger wirtschaftlich infrage kommt, hängt von individuellen Faktoren wie dem Dämmstandard, den vorhandenen Heizflächen und der benötigten Vorlauftemperatur ab.
Jetzt Installateur finden!Was kostet eine Hybridheizung?
Die Anschaffungs- und Installationskosten einer Hybridheizung unterscheiden sich je nach gewählter Systemkombination, dem Wärmebedarf des Gebäudes und den Gegebenheiten vor Ort. Als grobe Orientierung für die reine Gerätetechnik (ohne Einbau und unter Berücksichtigung möglicher Förderungen) können Sie mit folgenden Preisniveaus rechnen:
- Komplett neues Hybridsystem (Gas + Wärmepumpe): Je nach Ausführung und eventuell benötigtem Speicher bewegen sich die Kosten hierfür im unteren bis mittleren fünfstelligen Bereich.
- Wärmepumpe zum Nachrüsten (an einen bestehenden Kessel): Wenn Sie einen bestehenden, modernen Brennwertkessel lediglich um eine elektrische Wärmepumpe erweitern, liegen die Kosten für das Zusatzgerät in der Regel im unteren fünfstelligen Bereich.
Durch den hohen Anteil an kostenfrei verfügbarer Umweltwärme bietet eine Hybridheizung im Vergleich zu rein fossilen Heizsystemen das Potenzial, die laufenden Heizkosten spürbar zu reduzieren und sich unabhängiger von künftigen CO₂-Abgaben zu machen.
In welchem Zeitraum sich die Anschaffungskosten amortisieren, hängt stark vom energetischen Zustand Ihres Gebäudes und der Entwicklung der Energiepreise ab. Die anfängliche Investition lässt sich jedoch durch staatliche Förderprogramme (beim Einbau des erneuerbaren Anteils) erheblich abfedern.
Werden Hybridheizungen noch gefördert?
Der Einbau einer Hybridheizung wird staatlich stark bezuschusst, allerdings mit einer wichtigen Besonderheit: Reine fossile Brennwertgeräte (wie neue Gas- oder Ölkessel) werden im Rahmen der neuen Bundesförderung für Gebäudemodernisierung (BGM) nicht mehr finanziell unterstützt. Die staatliche Förderung bezieht sich stattdessen gezielt auf die elektrische Wärmepumpe sowie die dafür notwendige Systemtechnik.
Die Förderhöhe setzt sich aus einer Grundförderung und möglichen Zusatz-Boni zusammen. Förderfähig sind dabei nicht nur die Wärmepumpe selbst, sondern in der Regel auch alle notwendigen Begleitmaßnahmen wie die Installation eines Speichers.
Unser Bosch Förderservice unterstützt Sie gerne unkompliziert Schritt für Schritt bei der Antragstellung.
Stand: September 2026. Da sich die Rahmenbedingungen weiterentwickeln, prüfen Sie den aktuellen Stand über den Bosch Förderservice oder bei der KfW.
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Zu den VeranstaltungenFAQ zur hybriden Heizung
Was heißt Hybridheizung?
Was heißt Hybridheizung?
Der Begriff „Hybridheizung“ leitet sich vom lateinischen Wort „hybrida“ ab, welches eine Mischform oder Kreuzung bezeichnet. In Bezug auf moderne Heizsysteme bedeutet dies, dass zwei oder mehr verschiedene Energieträger intelligent kombiniert werden, um die Wärmeversorgung im Haus sicherzustellen.
Was versteht man unter einer Wasserstoff-Hybridheizung?
Was versteht man unter einer Wasserstoff-Hybridheizung?
Eine Wasserstoff-Hybridheizung ist ein Heizungssystem, das darauf ausgelegt ist, Wasserstoff als gasförmigen Brennstoff zu nutzen und mit anderen Wärmeerzeugern (wie einer elektrischen Wärmepumpe oder Solarthermie) zu kombinieren. Da grüner Wasserstoff im privaten Wärmemarkt derzeit noch nicht flächendeckend über das Gasnetz verfügbar ist, bietet Bosch bereits heute „H2-Ready“-Gas-Brennwertgeräte an. Diese sind technisch darauf vorbereitet, einer späteren Beimischung von bis zu 20 % Wasserstoff im Erdgasnetz standzuhalten.
Was sind Hybrid-Infrarotheizungen?
Was sind Hybrid-Infrarotheizungen?
Bei einer Hybrid-Infrarotheizung fungiert die herkömmliche Heizungsanlage als Hauptheizung, während die Infrarotheizung als Zusatzheizung punktuell schnelle Wärme bereitstellt. Zum Beispiel bietet ein strombetriebener Infrarotheizkörper im Bad den Vorteil, dass die Wärmestrahlung den Raum rasch erwärmt und so zur Schimmelprävention beiträgt. Den für den Betrieb benötigten Strom können Sie über einen Ökostromtarif beziehen. Laut Anbieter wird dadurch für Ihre verbrauchte Strommenge die gleiche Menge Strom aus erneuerbaren Energien ins Netz eingespeist.
Wie finde ich die passende Hybridheizung für mein Gebäude?
Wie finde ich die passende Hybridheizung für mein Gebäude?
Es gibt keine universelle Ideallösung, da jede Ausgangssituation im Gebäude individuell ist und maßgeschneiderte Konzepte erfordert. Grundsätzlich lässt sich jedoch sagen, dass unter den passenden baulichen Voraussetzungen eine Kombination aus ausschließlich erneuerbaren Energieträgern – wie ein System aus elektrischer Wärmepumpe, Photovoltaikanlage und Stromspeicher – dazu beitragen kann, den Ausstoß von Treibhausgasen im laufenden Betrieb vor Ort im Vergleich zu klassischen Verbrennungsheizungen spürbar zu senken.