Propan-Wärmepumpe mit R290-Kältemittel
Wärmepumpen mit dem Kältemittel Propan (R290) zeichnen sich im Vergleich zu Wärmepumpen mit synthetischen Kältemitteln wie R410A oder R32 durch ein extrem geringes Treibhauspotenzial (GWP von 0,02) aus. Erfahren Sie bei Bosch, welche Vorteile eine Wärmepumpe mit Propan als Kältemittel bietet, was bei einer sicheren Aufstellung zu beachten ist und wie Sie die Anschaffungskosten durch attraktive staatliche Förderungen senken können. Zudem stellen wir Ihnen die modernen Propan-Luft-Wasser-Wärmepumpen von Bosch vor. Da Propan (R290) kein fluoriertes Treibhausgas (F-Gas) ist und daher nicht unter die schrittweisen Beschränkungen der europäischen F-Gase-Verordnung fällt, unterliegt die Technologie den dort festgelegten Verboten nicht – sowohl für Neubauten als auch für anspruchsvolle Sanierungsvorhaben im Altbau.
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Was ist R290?
Wärmepumpen, die Propan als Medium zur Wärmeübertragung im geschlossenen Kältemittelkreislauf nutzen, werden als Propan-Wärmepumpen oder R290-Wärmepumpen bezeichnet.
„R290“ ist die genormte Kältemittel-Bezeichnung (nach ISO 817) für hochreines Propan, das als natürliches Kältemittel* mit einem besonders geringen GWP100 (Global Warming Potential) von 0,02 in modernen Wärmepumpen und Klimageräten eingesetzt wird. Propan (C₃H₈) gehört zur Gruppe der Kohlenwasserstoffe, die als natürlicher Bestandteil in Erdgas und Erdöl vorkommen und für den Einsatz als Kältemittel gewonnen und aufgereinigt werden. Es ist ein farbloses und in seiner reinen Form geruchloses Gas, das schwerer als Luft ist und unter geringem Druck flüssig wird, weshalb es auch als Flüssiggas bezeichnet wird.
Aufgrund seines sehr niedrigen Siedepunktes von -42 °C eignet sich Propan hervorragend als Kältemittel für den ganzjährigen Heizbetrieb. Der Siedepunkt bezeichnet die Temperatur, bei der Propan unter Normaldruck vom flüssigen in den gasförmigen Zustand übergeht. Da das Kältemittel R290 als Bestandteil von Erdgas und Erdöl vorkommt, muss es im Gegensatz zu synthetischen Kältemitteln nicht chemisch synthetisiert, sondern aus diesen fossilen Rohstoffen abgetrennt und aufgereinigt werden. Zudem belastet es die Atmosphäre im Falle eines Entweichens durch seine Klimawirkung nur sehr geringfügig, da sein Treibhauspotenzial GWP100 mit 0,02 sehr niedrig ist. Der GWP100-Wert beschreibt, wie stark ein Gas bei gleicher Masse im Vergleich zu CO₂ (Referenzwert = 1) über einen Zeitraum von 100 Jahren zur Erderwärmung beiträgt. Je nach zugrunde gelegtem Berechnungsstandard des Weltklimarats IPCC liegt dieser Wert für Propan bei 0,02** oder bei etwa 3***. Das bedeutet: 1 kg Propan wirkt über 100 Jahre wie 0,02 kg (AR6) bzw. etwa 3 kg (AR4) CO₂. Beide Werte sind sehr niedrig. Als aktueller Wert wird hier 0,02 verwendet.
Da Propan brennbar ist, unterliegt der Einsatz im Heizbetrieb strengen Sicherheitsvorkehrungen, die bei fachgerechter Planung und Installation zu erfüllen sind. Bei den in der Praxis häufig genutzten Monoblock-Systemen in Außenaufstellung befindet sich der komplett hermetisch versiegelte Kältekreis – der geschlossener Kreislauf, in dem das Kältemittel zirkuliert – ausschließlich im Freien. Bei der Monoblock-Bauart sitzen alle Kältemittel führenden Bauteile in einem Gerät. Der Installateur richtet einen Schutzbereich um das Gerät von mindestens 1 Meter Abstand zu bodennahen Gebäudeöffnungen wie Kellerfenstern oder Lichtschächten ein, damit im theoretischen Fall einer Leckage kein Gas in das Gebäude einsinken kann. Die genauen Maße stehen in der Installationsanleitung des jeweiligen Geräts.
Für den Einsatz als Kältemittel wird ausschließlich hochreines, nicht odoriertes Propan gemäß der US-amerikanischen Reinheitsnorm AHRI Standard 700 verwendet. Im Gegensatz zu herkömmlichem Camping- oder Heizgas werden hierbei keine künstlichen Geruchsstoffe beigemischt, um die thermodynamischen Eigenschaften und die Betriebssicherheit des Kältemittels nicht zu beeinträchtigen.
* Fachbegriff für nicht-fluorierte Kältemittel wie Propan, CO₂ oder Ammoniak
** 0,02 (6. Sachstandsbericht, AR6, 2021; dieser Wert wird auch in der EU-F-Gase-Verordnung für nicht-fluorierte Stoffe herangezogen)
***(4. Sachstandsbericht, AR4, 2007; in älteren Datenblättern noch üblich)
Warum Propan als Kältemittel in Wärmepumpen?
Da das Kältemittel R290 als Bestandteil von Erdgas und Erdöl vorkommt, muss es nicht synthetisch hergestellt werden, sondern lediglich abgetrennt und aufgereinigt werden. Hinzu kommt, dass es am Markt breit verfügbar ist. Aufgrund seiner physikalischen Eigenschaften ist Propan sehr gut als Arbeitsmedium in Wärmepumpen geeignet und kommt als natürliche Alternative mit einem sehr niedrigen Treibhauspotenzial GWP100 (Global Warming Potential) von 0,02 zu synthetischen Kältemitteln infrage. Im Vergleich zu den bisher gängigen Kältemitteln bietet R290 in Propan-Wärmepumpen den entscheidenden Vorteil, dass es das Klima im Falle eines Entweichens durch seinen extrem niedrigen GWP-Wert von 0,02 deutlich weniger belastet.
Das Global Warming Potential (GWP) beschreibt, welchen Beitrag ein ausgetretenes Kältemittel über einen Zeitraum von 100 Jahren im Vergleich zur gleichen Menge CO₂ zur Erwärmung der Atmosphäre leistet.
- Der Referenzwert: Das natürliche Kältemittel CO₂ (R744) bildet hierbei mit einem GWP von 1 die physikalische Messlatte.
- Der Vergleich: R290 weist einen extrem niedrigen GWP100-Wert von lediglich 0,02 (gemäß aktuellem IPCC-Bericht AR6) auf. Ältere Datenblätter nennen noch etwa 3; das ist der Wert aus dem 4. IPCC-Bericht (AR4).
- Der Unterschied: Das klassische synthetische Kältemittel R410A hat dagegen einen GWP von 2088 (AR4-Wert, wie in der F-Gase-Verordnung verwendet). Das bedeutet, ein einziges Kilogramm R410A belastet die Atmosphäre bei einem Austritt so stark wie über zwei Tonnen CO₂. Bei gleicher Berechnungsgrundlage (AR4: R410A = 2088, R290 ≈ 3,3) verringert R290 dieses potenzielle Risiko somit um mehr als das 600-Fache; mit dem aktuellen AR6-Wert von 0,02 fällt der Abstand noch deutlich größer aus.
Ein weiterer großer Vorteil bei der Heizungssanierung ist, dass das Kältemittel R290 in einer Propan-Wärmepumpe hohe Vorlauftemperaturen von bis zu 75 °C erreichen kann, je nach Gerät und Außentemperatur. Dadurch funktionieren diese Systeme als Hochtemperatur-Wärmepumpe auch in Verbindung mit klassischen Heizkörpern im Altbau und können aufwendige Umbauarbeiten in vielen Fällen vermeiden. Mit steigender Vorlauftemperatur sinkt jedoch die Effizienz. Ob sich der Einsatz lohnt, zeigt eine Heizlastberechnung durch den Fachbetrieb.
Welche Kältemittel in Wärmepumpen sind verboten?
Die europäische F-Gase-Verordnung (Verordnung (EU) 2024/573) regelt den Einsatz von fluorierten Treibhausgasen (F-Gasen), also Kältemitteln mit Fluor wie R410A oder R32. Um den Treibhauseffekt einzudämmen, legt die Politik in einem strengen Stufenplan fest, welche Kältemittel künftig verboten werden. Das natürliche Kältemittel Propan (R290) mit seinem sehr niedrigen Treibhauspotenzial GWP100 von 0,02 ist kein F-Gas und wird daher von den Verboten dieser Verordnung nicht erfasst. Für Propan gelten jedoch andere Vorschriften, insbesondere zur sicheren Aufstellung wegen der Brennbarkeit.
- Aktuelle und kommende Verbote: Seit 2025 sind für neue Mono-Split-Geräte mit weniger als 3 kg Füllmenge nur noch Kältemittel mit einem GWP unter 750 erlaubt. Damit ist der frühere Standard-Stoff R410A (GWP = 2088) für neue Single-Split-Klimaanlagen bereits verboten. Ab 1. Januar 2027 gilt für neue Monoblock-Wärmepumpen bis 50 kW und für neue Split-Luft-Wasser-Wärmepumpen bis 12 kW ein Grenzwert von GWP 150; für Luft-Luft-Split-Geräte bis 12 kW gilt er ab 2029. Monoblock-Geräte bis 12 kW dürfen ab 2032 überhaupt keine F-Gase mehr enthalten. Bestehende Altanlagen dürfen jedoch im Rahmen von Wartungen weiterhin betrieben werden. Das Kältemittel R32 hat einen GWP von 675 (AR4-Wert) und liegt damit unter dem F-Gase-Grenzwert von 750 für Single-Split-Geräte. Es darf in bestehenden Anlagen verwendet, nachgefüllt und gewartet werden. Für neue Geräte gelten die oben genannten Fristen.
- Die PFAS-Debatte: Zudem prüft die EU derzeit eine umfassende Einschränkung von per- und polyfluorierten Alkylsubstanzen (PFAS), die in vielen synthetischen Kältemitteln vorkommen und als extrem langlebig (persistent) gelten. Das Verfahren ist noch nicht abgeschlossen. Propan ist als Kältemittel PFAS-frei und daher von einer künftigen PFAS-Beschränkung des Kältemittels nicht betroffen.
Von den F-Gase-Verboten unberührt sind übrigens auch Sorptionsanlagen (thermisch, zum Beispiel mit Gas angetriebene Wärmepumpen), wie Absorptions- und Adsorptionswärmepumpen. Diese thermischen Heiztechnologien arbeiten auf Basis von Stoffpaaren wie Wasser und Zeolith (Adsorption) oder Ammoniak und Wasser (Absorption) und benötigen baubedingt keine fluorierten Treibhausgase.
Ist Propangas gefährlich?
Grundsätzlich ist das Risiko beim Betrieb einer fachgerecht installierten Propan-Wärmepumpe im Wohngebäude gering. Da die im geschlossenen Kältekreis eingesetzte Kältemittel-Füllmenge bei Bosch-Geräten gering ist (je nach Modell rund 1 bis 1,6 Kilogramm, siehe Datenblatt), können Sie eine Wärmepumpe mit R290 bei Einhaltung der Aufstellvorgaben aufstellen.
Da Propan jedoch brennbar (Sicherheitsklasse A3: geringe Giftigkeit, hohe Entzündbarkeit nach ISO 817) ist, erfordert der Umgang beim Service eine besondere Sorgfalt. Ein theoretisches Risiko besteht nur dann, wenn das Gas unbemerkt austritt und sich mit der Raumluft in einem zündfähigen Verhältnis (etwa 2 bis 10 Vol.-% Propan in Luft) vermischt, während gleichzeitig eine Zündquelle wie ein Funke oder eine offene Flamme vorhanden ist.
Um dieses Szenario im Alltag so unwahrscheinlich wie möglich zu machen, sind moderne Bosch-Systeme mit hermetisch versiegelten Kältekreisläufen ausgestattet. Alle elektrischen Bauteile im Gehäuse sind so ausgeführt und gekapselt, dass sie keine Zündquelle darstellen (nach der Gerätenorm IEC 60335-2-40). Wartungs- und Reparaturarbeiten am Kältekreis dürfen ausschließlich von speziell geschultem Fachpersonal durchgeführt werden, das für den sicheren Umgang mit brennbaren Kältemitteln zertifiziert ist.
Gut zu wissen: Bosch ist bestens vertraut mit dem Umgang von Propan in Wohngebäuden, denn es wird schon seit Jahrzehnten für unsere Gasbrennwertgeräte eingesetzt (dort als Brennstoff, nicht als Kältemittel). Besteht keine Möglichkeit, die Gasheizung mit Erdgas zu betreiben, lässt sich ein Gebäude alternativ mit Flüssiggas (Propan) beheizen.
Propan-Wärmepumpe aufstellen: Das ist zu beachten
Aufgrund der Brennbarkeit des Kältemittels Propan (R290) gibt es bei der Installation in Wohngebäuden spezielle Sicherheitsanforderungen, die den optimalen Aufstellort beeinflussen. In der Regel sind diese Richtlinien in der Praxis bei fachgerechter Planung erfüllbar.
Die technische Dichtheit der Anlage muss stets sichergestellt sein und regelmäßig im Rahmen der Wartung überprüft werden. Da Propan eine höhere Dichte als Luft hat, sammelt sich das Gas im Falle einer Leckage am Boden an. Um zu verhindern, dass es durch Spalten oder Öffnungen in das Gebäude eindringt oder in die Kanalisation gelangt, richtet der Installateur einen Schutzbereich ein. Er platziert das Außengerät in einem Mindestabstand von 1 Meter (Maße gemäß Installationsanleitung des jeweiligen Geräts) zu Gebäudeöffnungen wie Luft- und Kellerschächten, Fenstern, Türen und Abwasserkanälen. Innerhalb dieses Radius dürfen sich zudem keine Zündquellen (wie Steckdosen, Lampen, Grills oder offene Flammen) befinden.
- Innenaufstellung: Mittlerweile sind Propan-Wärmepumpen auch für die Innenaufstellung geeignet, was traditionell vor allem bei Erdwärmepumpen (Sole-Wasser-Wärmepumpen) der Fall ist. Steht die Anlage innerhalb des Hauses, gelten strengere konstruktive Sicherheitsanforderungen als bei einer außen aufgestellten Monoblock-Wärmepumpe. Dazu gehören beispielsweise ein gut belüftbarer Aufstellraum und ein speziell abgedichtetes Gerätegehäuse, das im Falle einer Leckage das Kältemittel über ein geschlossenes Abluftsystem sicher ins Freie leitet. Die konkreten Anforderungen (z. B. Raumgröße, Belüftung, Gassensoren) hängen von Gerät und Füllmenge ab.
- Außenaufstellung: Bei der bevorzugten und am häufigsten genutzten Außenaufstellung befindet sich der Kältemittelkreis, in dem das Propan zirkuliert, komplett draußen vor dem Haus. Die Außeneinheit ist über gut gedämmte, wasserführende Vor- und Rücklaufleitungen mit der Inneneinheit im Haus verbunden. Das Nachrüsten einer solchen Wärmepumpe erfordert vor allem ausreichend Platz auf dem Grundstück unter Einhaltung von Schutzbereich und Schallschutzabständen und dauert je nach individuellem Aufwand etwa ein bis drei Tage.
Welche Arten von Wärmepumpen arbeiten mit Propan?
Grundsätzlich lässt sich fast jede Technologie zur Umweltwärmegewinnung mit Propan betreiben, sofern das System für den Einsatz des natürlichen Kältemittels R290 konstruiert ist.
- Luft-Wasser-Wärmepumpen: Sie bilden den am weitesten verbreiteten Standard und nutzen Propan in der Regel in der kompakten Monoblock-Bauweise (Kältekreis komplett in der Außeneinheit).
- Erd- und Grundwasserwärmepumpen: Auch Sole-Wasser- und Wasser-Wasser-Wärmepumpen werden zunehmend mit Propan als Kältemittel betrieben. Da diese Systeme traditionell im Haus aufgestellt werden, nutzen sie luftdicht gekapselte Gehäuse mit integrierten Abluftsystemen nach draußen.
- Split-Klimaanlagen (Luft-Luft-Wärmepumpen): Bei diesen Geräten sind Innen- und Außeneinheit durch Kältemittelleitungen verbunden. Bei klassischen Klimageräten im Wohnbereich ist Propan (R290) aufgrund der strengen Füllmengengrenzen in Innenräumen bisher eine Ausnahme. Hier kommt vorerst meist noch das synthetische Kältemittel R32 zum Einsatz, welches hervorragende Kühleigenschaften besitzt und derzeit noch zulässig ist. Für neue Luft-Luft-Split-Geräte bis 12 kW gilt allerdings ab 2029 ein GWP-Grenzwert von 150, den R32 (GWP 675) überschreitet.
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Einsatzbeispiel der Bosch Propan-Luftwärmepumpe im Wohngebäude
Kosten einer Propan-Wärmepumpe: Preise und Förderung
Preislich gibt es bei den Anschaffungskosten keinen nennenswerten Unterschied zwischen einer Wärmepumpe mit synthetischem Kältemittel und einer Propan-Wärmepumpe. Für ein vollständiges Luft-Wasser-Wärmepumpensystem im Einfamilienhaus inklusive Einbau und Elektroinstallation sollten Sie mit Kosten im mittleren fünfstelligen Bereich rechnen.
Durch die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG), die über die KfW abgewickelt wird (Richtlinie gültig ab 21. Juli 2026), können Sie diese Investitionskosten erheblich senken:
- Der staatliche Zuschuss: Für den Einbau einer neuen Propan-Wärmepumpe erhalten Sie eine staatliche Grundförderung von 30 % der förderfähigen Kosten (für die erste Wohneinheit werden höchstens 28.000 Euro berücksichtigt).
- Die maximalen Boni: Durch die Kombination verschiedener Boni (wie für den Austausch einer alten fossilen Heizung – der Klimageschwindigkeitsbonus beträgt seit 21. Juli 2026 zunächst 16 % und sinkt ab 1. Februar 2027 halbjährlich um 4 Prozentpunkte – oder bei einem niedrigeren Haushaltseinkommen – gestaffelter Einkommensbonus bis 40 %) können selbstnutzende Eigentümer eine Förderquote von bis zu 70 % – und in bestimmten einkommensschwachen Fällen sogar bis zu 80 % – der förderfähigen Kosten erhalten.
Hinweis: Der frühere Kältemittel-Sonderbonus von 5 % wurde zum 21. Juli 2026 gestrichen. Natürliche Kältemittel wie Propan sollen künftig Voraussetzung für die Förderung werden (nach bisherigem Stand ab 1. Januar 2028).
Stand: September 2026
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Zu den VeranstaltungenFAQ zur Wärmepumpe mit Propan
Kann ich das Kältemittel in einer bestehenden Wärmepumpe einfach austauschen?
Kann ich das Kältemittel in einer bestehenden Wärmepumpe einfach austauschen?
Nein, das Kältemittel im Wärmepumpenkreislauf kann nicht einfach gegen einen anderen Kältemitteltyp ausgetauscht werden. Der gesamte Kältekreis (einschließlich des Verdichters und der Ventile) ist präzise auf die spezifischen physikalischen Eigenschaften eines bestimmten Kältemittels ausgelegt. Muss im Zuge einer Wartung Kältemittel nachgefüllt werden, muss dieses immer exakt dieselben Eigenschaften aufweisen.
Gut zu wissen: Die benötigte Kältemittelmenge hängt direkt von der Leistung der Anlage ab – je mehr Heiz- oder Kühlleistung das Gerät erbringt, desto mehr Kältemittel ist für den physikalischen Betrieb der Wärmepumpe erforderlich.
Wie oft muss Kältemittel bei einer Wärmepumpe nachgefüllt werden?
Wie oft muss Kältemittel bei einer Wärmepumpe nachgefüllt werden?
Bei hermetisch geschlossenen Systemen wie einer modernen Wärmepumpe muss das Kältemittel im normalen Betrieb im Regelfall nie nachgefüllt werden. Der Kältekreis ist dauerhaft dicht versiegelt.
Was passiert, wenn zu viel Kältemittel in der Wärmepumpe ist?
Was passiert, wenn zu viel Kältemittel in der Wärmepumpe ist?
Sowohl zu viel als auch zu wenig Kältemittel im Kältekreis beeinträchtigen den Betrieb und können den Wirkungsgrad der Wärmepumpe spürbar verringern. Befindet sich beispielsweise zu viel Kältemittel im System, kann es nicht mehr optimal zirkulieren und verdampfen . Dies führt dazu, dass sich der Systemdruck unzulässig erhöht, was den Verdichter (Kompressor) unnötig stark belastet, den Stromverbrauch erhöht und im schlimmsten Fall zu einer Sicherheitsabschaltung der Anlage führt. Eine präzise Befüllung durch geschultes Fachpersonal ist daher für einen verbrauchsarmen Betrieb unerlässlich.
Müssen Propan-Wärmepumpen regelmäßig auf Dichtheit geprüft werden?
Müssen Propan-Wärmepumpen regelmäßig auf Dichtheit geprüft werden?
Nein, für hermetisch geschlossene R290-Heizungssysteme im privaten Wohnbereich besteht keine gesetzliche Pflicht zur regelmäßigen Dichtheitsprüfung. Der Grund dafür liegt im extrem niedrigen Treibhauspotenzial (GWP) von Propan (R290). Gemäß der aktuellen EU-F-Gase-Verordnung wird für Propan ein GWP-Wert von 0,02 angesetzt. Aufgrund dieses sehr niedrigen Wertes wird selbst bei großen Füllmengen die kritische CO₂-Äquivalentgrenze, ab der eine Prüfpflicht bestünde, bei Weitem nicht erreicht.